Die Moschee

Das islamische Gotteshaus

Die Moschee (arab. Masdschid, türk. Mescid bzw. Camii) ist der Ort des sich Niederwerfens. Man trifft sich dort zum rituellen Gebet. Muslime erleben in der Moschee die Vielfalt in der Einheit. In der Gemeinde zu beten ist verdienstvoller als allein zu Hause.

Unsere Gemeinden

Moscheen sind nicht nur Gebetsstätte, sondern vor allem auch soziale Einrichtungen; mal ist der Anlass zur Zusammenkunft ein Gläschen Tee, mal eine Hochzeit oder auch ein Fußball-Länderspiel.

Die Gebetsräume werden ohne Schuhe betreten. Die rituelle Waschung vor dem Gebet sorgt für die geforderte Reinheit der Betenden. Dafür steht in der Moschee ein Waschbrunnen zur Verfügung.

Die Gebetsrichtung (Qibla) wird durch die Gebetsnische (Mihrab) in der Moscheewand befindet sich die Minbar. Sie dient dem Imam als Podest für die Freitagspredigt (Khutba). Links neben der Gebetsnische ist der Lehrstuhl (Kursi / türk. Kürsü), der für längere Vorträge über soziale, gesellschaftliche, kulturelle oder religiöse Themen genutzt wird.

Zu jeder Moschee gehört das Minarett: Ein Turm, der dem Gebetsrufer (Müezzin, zulesen: Muadhdhin) dazu dient, die Gläubigen in die Moschee zum Gebet zu rufen. Danach nimmt der Muezzin auf der Gebetsrufergalerie (Dakka) platz und ruft nochmals die Muslime zum gemeinsamen Teil des Pflichtgebetes.

Die Wände sind mit Kalligraphien und bunten Ornamenten verziert. Die kunstvollen Schriftzüge der Kalligraphien entwickelten sich aus dem Bilderverbot. Abbilder göttlicher Schöpfung dürfen nach dem Islam nicht nachgebildet werden.

Wie bereits erwähnt, gehören zur Moschee auch verschiedene soziale Einrichtungen. Schon in der erst errichteten Moschee des Islam hat man nicht nur Gebete verrichtet, sondern auch Reisende und Obdachlose untergebracht, Analphabeten geschult und Bedürftige gespeist. Diese Tradition des Propheten war die Hauptmotivation für die Entstehung vieler gesellschaftlicher und seelsorgerischer Institutionen.